Gößnitz feiert Geburtstag - 1.7. September 2003
750 Jahre erste urkundliche Erwähnung, 285 Jahre Stadtrecht
Gößnitz, heute als die äußerste Stadt
Thüringens an der Westgrenze zu Sachsen, hat eine recht bewegte
Geschichte.
Von Gößnitz über die B93 zum Autobahnanschluss Meerane
sind es rund 5 Autominuten. Der Autoanschluss Schmölln Schönhaide
liegt ca. 10 Autominuten entfernt. Gößnitz ist Eisenbahnknotenpunkt
der Süd-Nord-Linie München-Hof-Gößnitz-Leipzig-Rostock
und der Ost- West-Verbindung Erfurt-Gera-Gößnitz-Glauchau-Chemnitz-
Dresden.
Gößnitz arbeitet seit 1995 als Verwaltungsgemeinde mit den
Gemeinden Ponitz und Heyersdorf zusammen. Dabei nimmt Gößnitz
als erfüllende Gemeinde die Verwaltungsaufgaben für beide
Orte wahr.
Die urkundliche Ersterwähnung erfolgte im Jahre 1253. Der
Mitsiegler des Dokuments war ein Tuto von Gößnitz. Der Name
Gößnitz ist sorbischen Ursprungs, so dass auch eine sorbische
Dorfgründung zu vermuten ist. Damals schrieb man goßenicz.
Wichtig für die Entwicklung des Dorfes waren auch die Regelungen
der Erbgerichtsordnung von 1570. Im Jahre 1672 wurde Gößnitz
zum Marktflecken erhoben und 1718 verlieh man dem Marktflecken das Stadtrecht.
Aber Gößnitz blieb trotz Verleihung des Stadtrechtes de facto
noch lange Zeit ein Dorf. Es gab keinen Bürgermeister, sondern
nur einen herzoglichen Stadtrichter. 1876 endlich, nach 158 Jahren Stadtrecht,
konnte der erste Bürgermeister gewählt werden.
Unser Stadtwappen zeigt den heiligen Georg als Drachentöter,
dessen Wahl als Wappenzeichen daraus ableitet, dass das Georgenstift
Altenburg im 15./16. Jahrhundert die Grundherrschaft über Gößnitz
ausübte.
Vor genau 110 Jahren, also 1893, verlegte die Bahnverwaltung die Abfertigung
der Fahrgäste in das neu erbaute Empfangsgebäude. 1905 erschien
erstmals das Gößnitzer Bilderbuch ohne Bilder
von Pöschel. 1910 schrieb A. E. Glasewald die Chronik der
Stadt Gößnitz, welche heute noch das wichtigste Nachschlagwerk
ist. Zum Jubiläumsfest wird die Chronik neu aufgelegt und im Gößnitzer
Heimatmuseum erhältlich sein. Die glasewaldsche Sammlung wurde
in den zwanziger Jahren von Fritz Käßner, Erich Gehlert und
Karl Ulbricht aufgearbeitet, konnte jedoch der Öffentlichkeit nicht
zugängig gemacht werden. Nach langer Suche gelang es der Stadt
ein passendes Gebäudes zu finden den kleinen Winkelhof in
der Kauritzer Straße. Aufwendig und liebevoll wurde dieser restauriert,
Seit Ende 1999 kann der umfangreiche Fundus der Öffentlichkeit
zugängig gemacht werden. Dieses denkmalgeschützte Gebäude
konnte somit seiner Bestimmung als Heimatmuseum übergeben werden.
Und wer nun noch mehr über die Entwicklung der Stadt Gößnitz
bis in die Gegenwart erfahren möchte, besucht unsere Stadt und
das Heimatmuseum. Besonders würden wir uns freuen, Sie als Gast
auf unserem Jubiläumsfest begrüßen zu dürfen
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